Keine Idee für einen KI Use Case? Das ist völlig in Ordnung.
Was, wenn man KI nutzen möchte, aber noch keine Idee für einen konkreten Use Case hat? Ein Vertriebsmitarbeiter zeigt, wie aus 10 Minuten und einem Problem aus dem Arbeitsalltag zwei konkrete Use Cases entstanden.
Manchmal beginnt die Suche nach einem sinnvollen KI Use Case nicht mit einer Idee, sondern mit einer leeren Seite.
So ging es einem Vertriebsaußendienstmitarbeiter eines Anbieters für aktive Wärmerückgewinnungsanlagen. Er wollte herausfinden, ob und wie KI ihn bei seiner Arbeit unterstützen kann. Nur wusste er zunächst nicht, was er in den Use Case Pilot eingeben sollte.
Er hatte keinen fertigen Use Case. Nicht einmal eine vage Idee.
Also begann der Use Case Pilot an einer anderen Stelle.
Verlauf der Story
- 110 Minuten, aber noch keine Idee
- 2Der erste Use Case: Relevante Bauprojekte früher erkennen
- 3Und daraus entstand gleich ein zweiter Use Case
10 Minuten, aber noch keine Idee
Man muss keinen Use Case mitbringen. Manchmal reicht es, mit der eigenen Arbeit und den Themen zu beginnen, die einen beschäftigen.
Aufgabe / Ausgangslage
In kurzer Zeit herausfinden, ob es im eigenen Arbeitsalltag sinnvolle Ansatzpunkte für den Einsatz von KI gibt.
Erfahrung mit dem Use Case Pilot
Der Use Case Pilot fragte zunächst:
„Wie viel Zeit hast du heute?“
Die Antwort: 10 Minuten.
Anstatt nun nach einer KI Idee zu fragen, ging es um etwas viel Naheliegenderes: die tägliche Arbeit.
Was ist deine Tätigkeit? Welche Themen beschäftigen dich? Wo gibt es Probleme oder Dinge, die heute nicht gut funktionieren?
Dabei beschrieb der Vertriebsmitarbeiter ein konkretes Problem:
Sein Unternehmen bekommt nicht zuverlässig mit, wenn in Deutschland neue relevante Bauvorhaben entstehen. Besonders wichtig wäre es für den Vertrieb, frühzeitig zu erkennen, ob bei einem Projekt aktive Wärmerückgewinnung vorgesehen oder ausgeschrieben ist.
Damit war aus einem Problem des Arbeitsalltags plötzlich ein konkreter Ansatzpunkt für KI geworden.
Ergebnis
Der Nutzer musste weder wissen, was technisch mit KI möglich ist, noch selbst eine Idee für einen Use Case entwickeln. Er musste lediglich beschreiben, was er tut und was ihn bei seiner Arbeit beschäftigt.
Der erste Use Case: Relevante Bauprojekte früher erkennen
Aus einem alltäglichen Vertriebsproblem wird ein konkreter Use Case.
Aufgabe / Ausgangslage
Neue und laufende Bauprojekte möglichst frühzeitig erkennen und diejenigen Projekte herausfiltern, bei denen aktive Wärmerückgewinnung relevant sein könnte.
Erfahrung mit dem Use Case Pilot
Aus der beschriebenen Herausforderung entstand der erste Use Case:
Ausschreibungsseiten und einschlägige Portale könnten regelmäßig nach neuen und aktuellen Bauprojekten durchsucht werden.
Die gefundenen Informationen könnten strukturiert ausgewertet werden, um Projekte zu identifizieren, bei denen aktive Wärmerückgewinnung vorgesehen, ausgeschrieben oder aufgrund der Projektdaten wahrscheinlich relevant ist.
Statt verschiedene Quellen immer wieder manuell zu durchsuchen, würde der Vertrieb gezielt auf potenziell interessante Projekte aufmerksam gemacht.
Ergebnis
Der Vertriebsmitarbeiter erhält früher einen Überblick über relevante Bauvorhaben und kann seine Zeit auf die Projekte konzentrieren, bei denen sich eine weitere Beschäftigung tatsächlich lohnt.
Und daraus entstand gleich ein zweiter Use Case
Ein guter Ausgangspunkt kann weitere Möglichkeiten sichtbar machen, die vorher noch gar nicht im Blick waren.
Aufgabe / Ausgangslage
Aus einem identifizierten Bauprojekt einen möglichst gut vorbereiteten Vertriebsansatz entwickeln.
Erfahrung mit dem Use Case Pilot
Mit dem Finden eines relevanten Bauprojekts muss der Prozess nicht enden.
Aus den bereits recherchierten Informationen entstand deshalb unmittelbar ein zweiter Use Case:
Zu einem interessanten Projekt könnten beteiligte Unternehmen und mögliche Ansprechpartner recherchiert werden. Zusätzliche verfügbare Informationen könnten genutzt werden, um den potenziellen Lead vorzuqualifizieren.
Der Vertriebsmitarbeiter würde damit nicht nur erfahren, dass ein interessantes Bauprojekt existiert, sondern bekäme bereits eine bessere Grundlage für die Entscheidung, ob und wie er das Projekt vertrieblich weiterverfolgen möchte.
Ergebnis
Aus einer allgemeinen Marktbeobachtung kann ein konkreter, vorqualifizierter Vertriebsansatz entstehen.
Du brauchst keine KI Idee, um anzufangen
Das Entscheidende an dieser Geschichte sind nicht nur die beiden gefundenen Use Cases.
Der Nutzer hatte zu Beginn überhaupt keine Idee, wo KI ihm bei seiner Arbeit helfen könnte.
Er musste auch nicht wissen, was KI technisch leisten kann. Stattdessen begann er mit etwas, das er sehr gut kennt: seiner eigenen Arbeit, seinen Herausforderungen und den Dingen, die heute nicht optimal funktionieren.
Nicht einmal 10 Minuten später waren daraus zwei konkrete Ansatzpunkte entstanden.
Keine Idee ist also auch ein Startpunkt.
Erzähl dem Use Case Pilot, was du machst, was dich beschäftigt und wie viel Zeit du hast. Gemeinsam findet ihr heraus, wo sich ein genauerer Blick lohnt.
Eigene KI-Use-Cases entdecken
Starte mit dem Use Case Finder und entwickle konkrete Anwendungsfälle für dein eigenes Arbeitsumfeld.
Zum Use Case Finder